Verschiedene konventionelle industrielle Reinigungsmethoden sind schon seit Jahrzehnten im Einsatz. Neben der Reinigung mit Lösemitteln aller Art sind dies vor allem die Strahlverfahren mit Sand, Glasperlen, Wasser oder Dampf. Im Zeichen des steigenden Umweltbewußtseins bergen diese Methoden jedoch ihre Probleme.
Bei der Verwendung von Lösemitteln zur Reinigung treten für den Menschen und die Umwelt schädliche Emissionen durch Verdampfung auf. Viele der verwendeten Lösemittel dürfen zudem in naher Zukunft nicht mehr eingesetzt werden, da diese FCKW's und FKW's enthalten. Auch sind die Kosten für die Entsorgung und die Aufbereitung der Reinigungsrückstände in den letzten Jahren enorm gestiegen.
Dieser Punkt ist auch ein eminenter Nachteil der eingesetzten Strahlverfahren. Ob nun Sand, Glasperlen, Wasser oder Dampf als Strahlmedium eingesetzt werden, alle haben gemeinsam, daß sie entweder aufwendig aufbereitet oder kostenintensiv entsorgt werden müssen. Zudem treten durch die abrasiven Strahlmedien Abnutzungserscheinungen an den zu reinigenden Oberflächen auf.
Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Nachteil dieser Verfahren sind die Stillstandzeiten der zu reinigenden Aggregate, da eine Reinigung oftmals nur im ausgebauten Zustand möglich ist.
Fazit: Die industrielle Reinigung kann zwar mit Lösemitteln und den genannten Strahlverfahren durchgeführt werden, der Umgang mit diesen Reinigungsverfahren wirft aber umwelttechnische Probleme auf und ist kostenintensiv.
Ganz anders die Reinigung mit dem COLD CLEAN Verfahren.
Unter diesem Begriff wenden wir ein alternatives Strahlverfahren an, bei dem als Strahlmedium Trockeneis-Pellets verwendet werden.
Diese extrem festen Granulatkörner, die etwa Reiskorngröße und -form besitzen, entstehen, wenn flüssiges Kohlendioxid (CO2) zu feinpulvrigem Schnee expandiert und unter hohem Druck durch eine Matrize gepreßt wird. Trockeneis weist eine Temperatur von -78ºC auf und besitzt eine besondere Eigenschaft. Bei Energiezufuhr (z.B. Wärme oder Aufprall) geht es direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne sich dabei zu verflüssigen.
Diesen Effekt macht sich COLD CLEAN zunutze.
Trockeneis wird aus einem mobilen Vorratsbehälter durch einen Druckluft- oder Stickstoffstrom nach dem Venturi-Prinzip angesaugt und durch eine spezielle Düse mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigende Oberfläche geschossen. Die Reinigungsleistung beruht auf folgenden physikalischen Effekten:
Sobald das Pellet auf die Oberfläche trifft, wird diese abgekühlt und die anhaftenden Verunreinigungen verspröden durch die punktuelle Unterkühlung. Es entstehen mechanische Spannungen zwischen Trägermaterial und Verunreinigung durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten. Es kommt zur Ablösung der Schmutzpartikel von der Oberfläche.
Durch die kinetische Energie des Aufpralls wird die abzutragende Schmutzschicht aufgebrochen, das feste Pellet tritt in die Gasphase über und dringt zwischen Schmutzschicht und Oberfläche ein. Da mit dieser Phasenumwandlung auch eine Volumenzunahme (Faktor 700) verbunden ist, wird der Schmutz ganz von der Oberfläche gelöst und vom Druckluftstrom weggeführt.
Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
- Verunreinigungen werden ohne Strahlmittelrest entfernt. Dadurch sind keine Entsorgungs- und Aufbereitungs-maßnahmen für das Strahlmittel erforderlich.
- Kein Abtrag des Trägermaterials
- Reinigungsleistung sehr fein,
auf gegebene Aufgabenstellung abstimmbar
- Reinigung in situ möglich, dadurch kürzere Stillstandzeiten
- Kompaktes und mobiles Strahlgerät mit einfacher Handhabung
- Auch im Roboterbetrieb einsetzbar
- Keine Gefährdung von Personal und Umwelt
- Betrieb ohne elektrische Energie
COLD CLEAN bietet ein vollständiges Leistungspaket, bestehend aus:
- Istwertaufnahme, das heißt Analyse der spezifischen Problemstellung
- Demonstration der Leistungsfähigkeit des Strahlverfahrens in der Praxis anhand von Versuchsdurchführungen beim Kunden oder im Anwendungszentrum
- Ausarbeitung einer Systemlösung durch Fachingenieure vor Ort oder durch Spezialisten im zentralen Anwendungszentrum. Dabei wird die Gesamtheit der Systemparameter im Lösungsvorschlag berücksichtigt
- Ausführung sämtlicher Reinigungsmaßnahmen vor Ort im Lohnauftrag.
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